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24 Dezember 2009 @ 08:49
Liebste Leserschaft,
ich bedanke mich ganz herzlich für Eure Treue und Unterstützung im vergangenen Jahr. Es war wunderschön, so viel Zuspruch zu erfahren, und ich bin immer noch sehr glücklich darüber, wie positiv der Spielmann von Euch aufgenommen wurde.
Auf der Spielmanns-Seite
www.spielmannslied.de
gibt es unter "Der Prinz und die Mumbels" eine kleine "weihnachtliche" Geschichte für Euch, exklusiv als Dankeschön. Nachdem es im Kürenberger-Kosmos ja kein Weihnachten, sondern ein Fest zur Wintersonnenwende gibt, ist die Geschichte auch noch nach den Feiertagen genießbar.
Und wenn Ihr mich noch glücklicher machen wollt, schreibt Ihr nach der Lektüre hier oder im Gästebuch, wie die Geschichte Euch gefallen hat.
Also, feiert schön, lasst Euch beschenken, umgebt Euch mit Euren Lieben und kommt gut ins neue Jahr!
Wir lesen uns.
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Aktuelle Stimmung: happy
Aktuelle Musik: Mika - The boy who knew too much
 
 
21 Dezember 2009 @ 08:20
Es ist vielleicht gelegentlich aufgefallen: Musik spielt eine nicht unerhebliche Rolle in meinem Leben. Ich glaube ja immer noch, ich bin eine Musikerin, gefangen im Körper einer Autorin. Tragisches Schicksal, das sich allerdings durch das wiederholte rituelle Abspielen glänzender Silberscheiben bewältigen lässt.
Die Silberne, die derzeit unablässig ihre Runden im Player dreht, ist die neue von Mika: "The Boy who knew too much".
Schon bei der ersten von ihm, "Life in Cartoon Motion" (man erinnere sich an den Knaller "Grace Kelly", der zur Genüge im Radio gespielt wurde), musste ich mich fragen lassen, ob ich nicht ein bisschen zu ALT wäre, um Fan von einem Musiker zu sein, der gefühlte zwölf Jahre alt sein könnte.
Tatsache ist, dass Mika wohl ein gewisses Potential hat, Leuten auf die Nerven zu gehen: vor allem durch seine mutige, konsequente Kindergeburtstags-Optik, die sich durch die äußere Gestaltung der CDs, die Konzert-Choreographie bis hin in die Musik zieht. Videos voller Sternenhimmel, Kuscheltiere und Farben, für die man gelegentlich eine Sonnenbrille braucht, dazu seine Stimme, die er offenbar nach Belieben von einer angenehmen Mitteltonlage in ein abgefahrenes Falsett umschlagen lassen kann.
Und nein, ich fühle mich nicht zu alt. Nur gelegentlich ein bisschen einsam, den mit meiner Liebe für Mikas wunderbare, phantasievolle Kindergeburtstags-Soundtracks stehe ich in meiner Umgebung ziemlich alleine da.
Nun also das neue Album. Zuerst war ich ein bisschen zögerlich. "Cartoon Motion" ist ja vor dem großen Durchbruch entstanden, und ich hatte die Befürchtung, mit "The Boy who knew too much" ein glattgebügeltes, charts-gebürstetes Kommerzprodukt präsentiert zu bekommen, das mit dem "ursprünglichen Mika" nicht mehr viel zu tun hatte.
Mehrheitlich hätte ich diese Befürchtung nicht haben müssen. Wie auch schon auf "Cartoon Motion" ist nicht alles Gold auf der CD, aber wie viele CDs kennt man schon, auf denen wirklich alles toll ist.
"We are Golden" eröffnet den Kindergeburtstag, das ist der Track, der Radiohörern vielleicht schon aufgefallen sein mag. Es geht um Schulhof-Mobbing, übrigens, wobei Mika sich mit der Seite der Opfer solidarisiert (eigene Erfahrung? Wer weiß...) Ein schönes Lied, das mit wiederholtem Hören immer besser wird.
"Blame it on the Girls" wird wohl die zweite Single-Auskopplung werden, das ist ehr so glatt gebürsteter Oberflächen-Pop, der klingt, als wäre er fürs Radio gemacht.
"Dr. John" macht dann einen Ausflug zum Swing, erinnert ein bisschen an "Bobby Brown" aus Album Eins, und das hat mir da schon ausnehmend gut gefallen.
Der Mittelteil der CD hat dann einige hübsche, schwungvolle Songs, die man beim Durchhören nicht weiterschaltet, weil sie nicht nerven (und das ist eine Verbesserung zu Album Eins, denn "Relax - take it easy" aus Album Eins konnte ich, obwohl wirklich willig, nicht zu Ende hören).
Auch schöne Balladen gibt es diesmal wieder: "I see you" ist die Kuchenpause im Kindergeburtstag, fast schon besinnlich.
"Touches you" erinnert mich an etwas - gibt es da nicht etwas aus den 70ern, das auf den gleichen Harmonien fußt? Egal, es ist angenehmes Easy-Listening, und einen wilden Ritt durch alle Stilrichtungen und das gesamte Mobiliar des Pop sind wir ja von Mika schon gewohnt.
Ganz anders kommt "Toy Boy" daher - mein Favorit auf dieser Scheibe: die Geschichte eines Spielzeugs (Toy Boy)und auch aus dessen Sicht erzählt, das von einem kleinen Jungen heiß geliebt wird, bis die Mutter beschließt, der Junge sollte doch lieber ein "Barbie Girl" mit ins Bett nehmen, das wäre besser für ihn. "She's the meanest Hag that has ever been" - ratet mal, wer hier diese Zeile mit besonderem Vergnügen mitsingt. Das Lied ist zauberhaft instrumentalisiert mit Glockenspiel und Flöten und hat eigentlich mit Pop überhaupt nichts mehr zu tun, es ist ein bisschen Disney im besten Sinne, ein bisschen Kindermusical und ein bisschen Retro, und liebevoll-spielerische Musik steht in interessantem Kontrast zu dem doch sehr tragischen Text ("stuck her voodoo pins where my eyes had been...").
"The boy who knew too much" ist also etwas für alle, die den Mut haben, mit Hörgewohnheiten zu brechen. Flexibilität im Hören ist gefragt, denn alle Songs kommen etwas anders und ungewöhnlich daher, und man sollte darauf gefasst sein, sich nach Abspielen der CD in militant guter Laune zu befinden.
Und dafür ist man doch eigentlich nie zu alt.
Mika kommt demnächst nach Deutschland, übrigens. Hat jemand von Euch vor, hinzugehen? Ich frage ja nur, weil ich NICHT ALLEINE gehen will - meine Freunde hier im Umkreis sind alle einfach viel zu erwachsen...
(Ja. Und dass Mick aus "Fliegende Fische" einen Lockenkopf und lange Beine hat, ist vielleicht nicht nur Zufall.)
 
 
Aktuelle Stimmung: happy
 
 
Die Abstimmung auf der Spielmanns-Seite ist vorbei. Das Titelmädchen 2010 ist Sindri vom Winterfeld, herzlichen Glückwunsch :o)
Außerdem herzlichen Glückwunsch an Anni, der Gästebucheinträgerin mit der Nummer 50, die das Spielmanns-Weihnachtspaket gewonnen hat. Leider funktioniert die Email-Adresse nicht, sodass ich sie nicht nach ihrer Adresse fragen kann. Also, Anni, falls Sie hier mitlesen, melden Sie sich doch bei mir.
Alle anderen dürfen gerne mal auf der Spielmanns-Seite die weiteren Details nachlesen, und Sindri gratulieren. Er ist noch etwas verstimmt, dass es tatsächlich Gegenstimmen gegeben hat.
Randnotiz: Es kam aus Euren Reihen der Vorschlag, warum man nicht beide, Sindri und Krona, auf dem Cover verewigt. Die Entscheidung für eine Einzelperson fiel aus zwei Gründen: erstens wird auch der neue Spielmanns-Roman wieder ein Format von Din A 5 haben. Das ist praktisch, bietet aber, ähnlich wie bei der CD im Vergleich zur LP, nicht viel Platz für künstlerische Ausschweifungen. Zweitens ist es in Grafikerkreisen üblich (und auch gerechtfertigt), die Bezahlung "pro Person" zu staffeln. Zwei wären also deutlich teurer geworden. Und ich würde auch diesmal gerne meine Unkosten wieder reinholen, wenigstens so ungefähr.
(Und drittens, nur mal so unter uns: ich meine, wer weiß. Wenn sich Band Zwei wieder so gut verkauft, muss ich ja noch Optionen für ein drittes Titelbild haben. Aber pssssst...)
 
 
Aktuelle Stimmung: artistic
 
 
 
 

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